Lärm-Blitzer im Einsatz!

Zu viel Lärm!Ein Lärm-Blitzer ist am Fahrbahnrand installiert und hat vier Mikrofone, die den Geräuschpegel der vorbeifahrenden Fahrzeuge messen. Von FDP und CDU gab es verschiedenen Ortes bereits Anträge, den Einsatz auch in deutschen Städten zu prüfen.

Durch die vier Mikrofone kann ein Lärmblitzer genau lokalisieren, woher der Lärm kommt. Er kann sogar zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen unterscheiden. Bei Überschreitungen gibt es eine Aufnahme von Fahrzeug und Nummernschild – wie bei einem Geschwindigkeitsmessgerät.

Lärm-Blitzer in Frankreich und Großbritannien

In Frankreich wird die Anwendung solcher Lärm-Blitzer seit Juni 2019 für 18 Monate getestet. In einem ersten Schritt wird nur gemessen, danach gibt es eine Ermahnung. Ein Bußgeld ist erst in einem späteren Schritt geplant, wobei hier Strafen bis zu 1500 Euro oder die Beschlagnahmung des Fahrzeugs möglich sind.
Auch in Großbritannien wird das Gerät seit Juni 2019 getestet. Das britische Verkehrsministerium will bei Erfolg den Einsatz kontinuierlich ausweiten (GOV.UK – mehr).

Deutschland: FDP in Hannover als Vorreiter

In Hannover erteilte die Ratsversammlung am 19. Dezember, nahezu einstimmig, einen Prüfauftrag  an die Stadtverwaltung, welche Erfahrungen andere Städte mit solchen Lärm-Blitzern gemacht haben und wie die entsprechende Rechtsgrundlage aussieht (Hannover , e-Goverment – mehr).
Interessant: Den Anstoß dafür gab ein Vorschlag der Jungen Liberalen, der FDP-Nachwuchsorganisation in Hannover.  “Da Verkehrslärm nach Luftverschmutzung die zweitstärkste Umweltbelastung ist, machen sich die Jungen Liberalen Region Hannover für eine innovative, technische Lösung statt Fahrverboten und Tempo-30-Zonen stark”, so Vorsitzende Katharina Wieking (Junge Liberale, Hannover, 08.09.2019 – mehr). Selbstverständlich wird der Vorschlag auch von der dortigen FDP unterstützt (Pressemitteilung FDP-Ratsfraktion, 20.11.2019 – mehr).

Baden-Baden: Antrag der CDU abgelehnt

In Baden-Baden hatte CDU-Stadträtin Cornelia von Loga die rechtliche und technische Prüfung des Einsatzes von Lärm-Blitzern gefordert. Dieser wurde jedoch negativ beschieden. Zum einen müsse erst ein zugelassenes Überwachungsgerät verfügbar sein, außerdem gebe es in Deutschland für zugelassene Fahrzeuge keine einheitlichen Grenzwert-Vorgaben über die Höhe der erlaubten Lärmimmissionen (CDU-Fraktion Baden-Baden, Pressemitteilung 10. April 2020 – mehr).

Weiterlesen:

  • ZEIT, 06.03.2020: “Raster und Poser abblitzen lassen” – mehr

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